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Zeche Holland muss bleiben

Förderturm der Zeche Holland in Wattenscheid

Den meisten Lesern wird Zeche Holland nichts sagen. Dazu muss man einfach aus dem tiefsten Kohlenpott im Ruhrgebiet kommen, um zu wissen, dass die Zeche Holland ein Steinkohlebergwerk in Wattenscheid (heute ein Stadtteil der Stadt Bochum) war.

Stadtwappen Wattenscheid

Jeder, der in Wattenscheid geboren oder zugezogen und dort aufgewachsen ist, kennt die Zeche Holland. Auch, wenn sich Wattenscheid seit der Eingemeidung zur Stadt Bochum zum 01.01.1975 stark verändert hat, so ist der Förderturm der Zeche Holland ein Wahrzeichen, an dem man sich orientieren kann.

Leider steht es um den Förderturm nicht besonders gut. Obwohl der Stadt Bochum seit rund 6 Jahren die Fördergelder zur Verfügung stehen, wurde nichts zum Erhalt des Förderturms gemacht. Ein Investor ist inzwischen leider auch abgesprungen, weil die Kosten enorm gestiegen sind und es einfach keine konkreten Pläne der Stadt zur Sanierung gibt.

Vor kurzem wurde die Facebook-Seite Zeche Holland muss bleiben eingerichtet und hat aktuell über 4.900 Gefällt mir/Likes.

Sat.1 NRW hat am Freitag, 15.11.2013, einen Bericht gebracht, der zeigt, dass es Unterstützer auch in der Politik gibt.

Und was der eine oder andere vielleicht nicht weiß, 007 James Bond wurde in Wattenscheid geboren:

Demnach erblickte James Bond am 11. November 1920 als Sohn des schottischen Ingenieurs Andrew Bond aus Glencoe und einer Schweizer Bergsteigerin, der Waadtländerin[3] Monique Bond, geborene Delacroix, in Wattenscheid im Ruhrgebiet das Licht der Welt.[4] Die Eltern werden so von Fleming beschrieben. Der Geburtsort beruht auf einer freien Eingebung von Pearson. Nachdem die Eltern 1931 bei einem Ski-Unfall in Chamonix ums Leben gekommen waren, wuchs Bond zusammen mit seinem älteren Bruder Henry bei seiner Tante Charmaine Bond in Pett Bottom bei Canterbury auf. Im Alter von 13 Jahren kam er zum Elite-Internat Eton College, von dem er mit 15 Jahren wegen eines Zwischenfalls mit einem Zimmermädchen verwiesen wurde. Er wurde daraufhin auf das Fettes College in Edinburgh geschickt, wo auch sein Vater zur Schule gegangen war. In Man lebt nur zweimal wird offenbart, dass Bond in Cambridge als Nebenfach ostasiatische Sprachen studiert hat.

Quelle: Wikipedia

Neben Bergbau und der Geburtsstadt von James Bond geht es in Wattenscheid auch sportlich zu.

Der Fußballverein SG Wattenscheid 09 spielte von 1990 bis 1994 in der 1. Bundesliga. Nach zwei Abstiegen in Folge schaffte die SGW in der Saison 2007/2008 mit der Verbandsligameisterschaft (Verbandsliga Westfalen, Staffel II) die Qualifikation für die neue, landesweite NRW-Liga (Oberliga). Aus dieser stieg die SG Wattenscheid 09 in der Saison 2009/2010 wieder ab und spielt in der Saison 2010/2011 somit in der Westfalenliga II. Derzeitiger Trainer ist Andre Pawlak, 1. Vorsitzender ist der ehemalige Profi-Torwart der SG Wattenscheid 09, Christoph Jacob. In der Saison 2011/2012 bot sich der SGW aufgrund einer Ligareform die Möglichkeit des Doppelaufstieges in die Regionalliga, welchen sie allerdings verpasste. Sie stieg als Tabellenführer in die wiedereingeführte Oberliga Westfalen auf und konnte in der darauffolgenden Saison als Tabellenzweiter den Aufstieg in die Regionalliga West perfekt machen.

Quelle: Wikipedia

Der TV Wattenscheid 01 Leichtathletik gehört zu den erfolgreichsten deutschen Leichtathletikvereinen. Prominenteste Sportlerin aus Wattenscheid ist die zweimalige Siebenkampf-Weltmeisterin Sabine Braun, die ihre aktive Karriere inzwischen beendet hat. Sie wohnt in Wattenscheid-Höntrop.

Die Sportgymnastinnen des TV Wattenscheid waren mehrfach bei Olympischen Spielen dabei.

Quelle: Wikipedia

Als ehemals Zugezogene bin ich in Wattenscheid aufgewachsen und habe rund 25 Jahre dort gelebt. Wattenscheid ist Wattenscheid! Auch nach der Eingemeindung durch die Stadt Bochum, haben die Wattenscheider ihren Charakter behalten und das es jetzt inzwischen auch wieder das Nummernschild WAT gibt, finde ich klasse. Auch, wenn ich es nicht an meinem Auto haben kann.

Ich drücke der Initiative die Daumen, dass die Zeche Holland, genauer gesagt der Förderturm, erhalten wird! Es geht hier einfach um ein Stück Bergbaugeschichte im Ruhrpott.

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